Regionalzentrum für demokratische Kultur Mecklenburgische Seenplatte Für Demokratie und Toleranz in Mecklenburg-Vorpommern

Demokratiebildung

Unser demokratiepädagogischer Ansatz richtet sich an zwei unterschiedliche Adressaten, welche jedoch zwei Seiten derselben Medaille darstellen: Auf der einen Seite richtet sich unsere Arbeit an die Adressaten pädagogischer Arbeit im Allgemeinen, also an Kinder, Jugendliche und (junge) Erwachsene. Diese sollen dazu befähigt werden einen demokratischen Habitus zu entwickeln, welcher Grundlage eines friedlichen und toleranten Miteinanders in unserer Gesellschaft ist. Auf der anderen Seite richtet sich unsere Demokratiebildung direkt an Multiplikatoren und pädagogisch Tätige. Zwar sind Erzieher, Lehrer und sonstige Pädagogen in ihrem Fachgebiet gut ausgebildet, jedoch wünschen Sie sich oft Hilfe bei der Erarbeitung und Umsetzung verschiedenster Methoden zur Entwicklung demokratischer Verhaltensweisen, Strukturen und Mechanismen in ihrem Arbeitsfeld. Hier wollen wir ihnen beratend zur Seite stehen und helfen ihre demokratiepädagogische Kompetenzen zu erweitern.

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit und muss immer wieder neue gelernt und gelebt werden. In diesem Sinne beginnen wir bereits in der Frühpädagogik durch geeignete Konzepte und Methoden "Demokratie" erfahrbar und erlebbar zu machen. Dies reicht vom Erlernen sozialer Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft, Toleranz und Rücksichtsnahme bis hin zur stärkeren Beteiligung von Eltern und Kindern im frühpädagogischen Alltag.

Auch in der Schule setzt sich unsere Arbeit fort, da Kinder hier zu Jugendlichen heranreifen und beginnen, sich intensiv und reflexiv mit der Gesellschaft auseinanderzusetzen und lernen soziale Rollen flexibel anzunehmen und mit Leben zu füllen. Eine dieser Rollen ist die des politischen Bürgers, welche in ihrer Bedeutung wohl jegliche andere Rollen grundlegend mitbestimmt. Neben der weiteren Stärkung des demokratischen Habituses eines jeden Einzelnen steht die demokratiepädagogische Ausrichtung aller Unterrichtsfächer durch geeignete Konzepte im Mittelpunkt. Auch die Beteiligung von Schülern an jeglichen Prozessen des Schulalltags, beispielsweise die Wahl von Schülerparlamenten, KlassensprecherInnen oder die Beteiligung in Entscheidungsprozessen zur Ausstattung und Gestaltung der Schule, ist hier von Bedeutung. Diese Punkte lassen sich insgesamt mit den Stichworten "Profilbildung", "Schulöffnung" und "innerschulische Demokratie" treffend umschreiben. Unterstützt durch bedarfsgerechte Weiterbildungen für Lehrende, Eltern und SchulozialpädagogInnen sollen demokratische Stukturen gefördert und extremistischen Erscheinungen Einhalt geboten werden.
Über die Schule hinaus sind wir weiterhin in Berufsschulen und Hochschulen aktiv, wobei hier die Übergänge zwischen pädagogischen Klienten und pädagogisch Tätigen nahezu fließend sind.

Darüber hinaus sind wir auch im außerschulischen Bereich tätig, da die Schule zwar ein sehr wichtiger, aber nicht der einzige Kristallisationspunkt der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen ist. Hier zielen wir vor allem auf die Jugendarbeit in den verschiedensten zivilgesellschaftlichen Bereichen ab - sei dies etwa in einem Jugendclub, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in Sportvereinen. Auch die Stärkung der Familie, im Sinne demokratiepädagogischer Konzepte, steht im Fokus unserer Arbeit. Gerade die Familie stellt die entscheidende soziale Institution dar, in welcher Demokratie alltäglich erlernt und gelebt werden kann. Als Vorbildfunktion ist sie unverzichtbar.

Sie sehen somit, dass wir auf unterschiedlichen Ebenen tätig sind und je nach Kontext mit bedarfsgerechten Angeboten tätig werden können. Gerne unterstützen wir auch Sie dabei die Entwicklung eines demokratischen Habitus bei den Ihnen anvertrauten Kindergartenkindern, SchülerInnenn, Auszubildenden und StudentInnen voranzutreiben und natürlich Sie für diese Aufgabe fit zu machen.




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